Diese Empfehlung für die Vorbereitung einer Bewerbung mit dem Titel Nachbesprechung - bilanzieren Sie sich selbst wird Ihnen von Zielwärts GmbH zur Verfügung gestellt |
zum Impressum klicken sie bitte auf das Logo - vielen Dank. |
|---|
Nach dem spiel ist vor dem spiel!
Manche Fußballerweisheit lässt sich mühelos auf das Leben außerhalb des Spielfelds übertragen.
Ich erspare Ihnen "der Ball ist rund" und "das Runde muss ins Eckige".
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - für unseren Zweck übersetzt:
Nach der Bewerbung ist vor der Bewerbung!
Man kann Erfahrungen machen und man kann sie sammeln.
Der Unterschied zwischen machen und sammeln ist für uns die Behandlung danach. Wenn Sie mal einem Sammler über die Schulter schauen und sehen, wie er liebevoll jedes einzelne Stück betrachtet, sich genau erinnert, wie es zu ihm gekommen ist - das hat schon fast etwas andächtiges.
Der Macher hingegen hat keine besondere Bindung zu seiner Erfahrung, er lässt sie achtlos liegen, pflegt sie nicht, kann sie noch nicht eimal wiedererkennan. Er legt die Erfahrung auf die Seite und geht nahtlos über zur Tagesordnung.
Wir wollen hier nicht dazu raten, sich in seinem eigenen Leid zu baden, die schlechte Welt zu bejammern.
Aber denken Sie daran: Diese Erfahrung war kostbar - in der Regel kostete sie Sie die Chance um einen Arbeitsplatz. Da Sie hierfür bereits bezahlt haben, sollten Sie dafür sorgen, möglichst viel davon zu partizipieren.
Sobald Sie den Ort Ihres Vorstellungsgesprächs verlassen haben, beginnt die Vorarbeit für das nächste Vorstellungsgespräch:
Gehen Sie möglichst ohne Umwege in das nächste Café - bewaffnet mit Block und Kugelschreiber - und analysieren Sie das Gespräch. Nehmen Sie sich Zeit, dies ist immer noch Bestandteil Ihres Vorstellungsgesprächs. In Fußballerkreisen spricht man hier von der dritten Halbzeit.
Wahren Sie unbedingt Ihre Neutralität - auch wenn es Ihnen sehr schwer fällt. "Das waren eh alles Idioten" und "die wollten mich ja sowieso nicht haben" sind hier nicht brauchbar.
Der Umstand, dass Sie eingeladen wurden, ist ein klarer Hinweis darauf, dass das Unternehmen Ihre Einstellung in Erwägung gezogen hatte. Also muss sich zu irgend einem Zeitpunkt Ihr Blatt gewendet haben.
Woran lag´s? Prüfen Sie gewissenhaft aber trotzdem ehrlich! Wir unterstellen, dass Sie pünktlich zum Termin erschienen sind.
Beschreiben Sie auch Stimmungen. Wie wurden Sie empfangen? Hatten Sie sich wohl gefühlt, wenn nein - woran lag es? Hat sich die Stimmung des/der Gesprächspartner zu irgend einem Zeitpunkt verändert, wenn ja - was könnte der Auslöser gewesen sein?
Welch Fragen wurden Ihnen gestellt, bei welchen Fragen konnten Sie keine Antwort geben? Konnten Sie die Ihnen gestellten Aufgaben lösen?
Ließen Sie den Chef Chefsein oder dominierten Sie ihn? Wurde das Gespräch zu irgend einem Zeitpunkt fast privat, was haben Sie in dieser gelösten Stimmung vielleicht unbedacht von sich gegeben?
Wie wurden Sie verabschiedet, war die Stimmung genauso wie zu Beginn bzw. wie und in welche Richtung hat sie sich im Verlauf des Gespräches verändert?
Mit welcher Formulierung oder Reaktion haben Sie sich besonders begeistert, welche Formulierung würden Sie im Nachhinein betrachtet lieber streichen?
Wir können hier nur einige wenige Ansätze anbieten, aber die Systematik wird Ihnen sicherlich klar.
Auch wenn wir an anderer Stelle immer wieder betonen, wie wichtig es ist, eine positive Stimmung zu haben - hier ist Objektivitä oberstes Gebot! Wenn Sie etwas schlecht gemacht haben, reden Sie es nicht schön! Nehmen Sie sich vor, dass dies der letzte Fehler in diesem Teilbereich war! Sie dürfen jeden Fehler machen, den es gibt - aber wehe, Sie machen den gleichen Fehler ein weiteres mal...
Genau so objektiv sollen Sie auch bei der Feststellung Ihrer positiven Bewertung sein. Wo haben Sie Sympathien gewonnen, wo Aufmerksamkeit?
Diese Bewertung hat keinen Einfluss auf das Ergebnis dieses Gesprächs. Hier haben Sie Ihr Pulver verschossen und können nur hoffen, gepunktet zu haben. Weder positive noch negative Gedanken werden diese Ergebnis verändern.
Aber diese Gedanken werden Ihr nächstes Gespräch bereits verändern, bevor es überhaupt beginnt!
Heften Sie diese Auswertung zu den Bewerbungsunterlagen hinzu - es ist schon öfter passiert, dass die Einladung zu einem zweiten Gepräch ausgesprochen wird.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!