Diese Empfehlung für eine erfolgreiche Bewerberstrategie mit dem Titel Profiling in eigener Sache wird Ihnen von Zielwärts GmbH zur Verfügung gestellt |
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Niemand kennt Sie besser als Sie selbst!
Ist es dann nicht seltsam, wie schwer es fällt, sich selbst positiv zu beschreiben?
Warum Sie das überhaupt tun sollten?
Nun, zu den häufigsten von Arbeitgebern gestellten Fragen und Aufforderungen gehört ohne Zweifel:
Erzählen Sie mal ein wenig über sich selbst!
Warum sollte ich gerade Sie einstellen?
Was haben Sie in ähnlicher Position besonders gut gemacht?
Obwohl jeder Bewerber damit rechnen muss, scheitern doch die meisten genau daran.
Vielleicht ist es eine typisch deutsche Tugend, vielleicht auch noch die Nachwirkung aus verlorenen Kriegen - auf eigene Leistungen stolz zu sein ist scheinbar höchst verwerflich.
Eigenlob stinkt!
Von frühen Kindesbeinen an lernen wir, uns bescheiden zu verhalten - wie soll unter diesen Erfahrungen Selbstvertrauen heranwachsen?
Damit Sie in der Lage sind, gutes über sich selbst zu erzählen, müssen Sie zuerst einmal bilanzieren:
Was können Sie alles, wofür wurden Sie in der Vergangenheit gelobt, in welchen Bereichen suchte man Ihren Sachverstand?
Werfen Sie alles in die Waagschale und nehmen sie keine der guten Eigenschaften als selbstverständlich an.
Liefern Sie Fakten und überlassen Sie das Interpretieren Ihrem Gesprächstpartner
Wenn Sie z. B. beweisbar gute Englischkenntnisse haben, dann ist das ein Fakt. Schmälern Sie dies nicht durch Sätze wie: "Das können andere sicherlich auch".
Übrigens: Eigenlob stimmt!
Unsere Aufgaben, die wir Ihnen heute stellen:
Aufgabe 1: Schreiben Sie 10 Punkte auf, die Sie ganz besonders auszeichnen!
Bei diesen Punkten konzentrieren Sie sich bitte auf Fakten und beweisen oder begründen Sie diese.
Vertrauenswürdig zu sein ist lediglich eine Behauptung, vom vorherigen Arbeitgeber Bankvollmacht gehabt zu haben macht aus der Behauptung einen Fakt.
Ihre Aufgabe ist erst erledigt, wenn Sie die 10 Punkte zusammen haben.
Schreiben Sie sich die Zeit auf, die Sie benötigt haben, um Ihre persönlichen Pluspunkte gefunden zu haben.
Aufgabe 2: Schreiben Sie 10 Punkte auf, die gegen Sie sprechen!
Wenn Sie feststellen, dass es Ihnen leichter gefallen ist, die Aufgabe 2 zu lösen, befinden sie sich bereits in der "Eigenlobfalle" - sprechen Sie am besten mit einem professionellen Berater, der Sie auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes einstellt.
Aufgabe 3: Nehmen Sie die Liste aus Aufgabe 1 und erweitern Sie die 10 Punkte um 10 weitere!
Das wird jetzt richtige Knochenarbeit aber glauben Sie uns - die macht sich bezahlt.
Aufgabe 4: Nehmen Sie die Liste Ihrer Pluspunkte von Aufgabe 3 und legen Sie diese auf Ihren Nachttisch!
Lesen Sie, jeden Abend vor dem Einschlafen, diese Liste durch und machen Sie sich bewusst, dass ein Chef, der für diese Pluspunkte Verwendung hat, an Ihnen nicht vorbeikommt.
Wenn das geforderte Profli einer Stellenbeschreibung genau mit Ihren Pluspunkten zusammenpasst, wissen Sie, dass das genau Ihre Stelle ist. Setzen Sie Ihren Anspruch durch und scheitern Sie nicht an falsch verstandener Bescheidenheit!
Aufgabe 5: Nehmen Sie die Liste Ihrer Minuspunkte von Aufgabe 2, zerreißen diese in kleine mundgerechte Stücke und essen sie auf!
Mit dem Runterschlucken verschwinden die Schwächen zwar nicht, aber sie werden definitiv nicht in falsche Hände geraten. Außerdem haben Sie aufgrund der "Eigenlobfalle" Ihre Schwächen sowieso überzeichnet!
Braucht man diese Liste nicht noch für die Frage nach den eigenen Schwächen, die von den Personalern auch oft gefragt wird?
Definitv NEIN - das waren Ihre persönlichen Minuspunkte und die gehen auch nur Sie etwas an!
Wenn Ihr Personaler etwas von Ihren Minuspunkten zu Hören bekommt, dann nur die, die für seine Ohren bestimmt sind - das wird aber ein separates Thema.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!